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Die Tour im groben:

Köln-Breisach-Donaueschingen-Passau-Wien-Györ(HU)-Balaton-Kiskunhalas-Mako-Timisoara(RO)-Sibiu-Braila-Tulcea-Constanta-der Donau folgend zurück nach Timisoara-dann weiter wie auf der Hinreise.

Video-Link Radreise im Schnelldurchlauf




Zunächst möchte ich mich bedanken bei meiner Frau, die mir diese lange Reise gestattet hat, bei meinen Sponsoren für die finanzielle bzw. materielle Unterstützung und nicht zuletzt bei meinem Mitfahrer Michael, den ich erst kurz vor Start  kennengelernt hatte.

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Einige der Bilder stammen von Michael Nachtwey

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28.04.07   Trechtinghausen   150 Km               150 Km

Fahrzeit: 7:30   Schnitt: 20,02 Km/h

Die Tour begann  wie immer an meiner Haustür so gegen 07:30 Uhr. Unterwegs traten leichte"Knackgeräusche" auf, die scheinbar aus Richtung Tretkurbeln stammten. Nach einer Weile verschwanden sie wieder. Ansonsten war es eine Etappe ohne besondere Vorkommnisse. Auf dem Camp traf dann auch kurze Zeit später mein Mitfahrer auf, der im Saarland gestartet war. In der Nacht hatte ich schlecht geschlafen, weil der ständige Zugverkehr auf beiden Seiten des Rheins mich ständig wieder aufweckte. Es war morgens noch sehr frisch als ich aus meinem Zelt kroch. Nach kurzem Frühstück ging es so gegen 08.00

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Video-Clip Abreise

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29.04.07   Altrip / Zeltplatz   120Km                          270 Km

6:07                   19,85 Km/h

Da wir einen sehr guten Rückenwind hatten und die Strecke "Topfeben" war, legten wir die Strecke relativ schnell zurück. Der Zeltplatz lag äußerst ruhig und grenzte an einen Badesee. Vor unseren Zelten sahen wir eine "heiße" Maus. In der Nacht wurde es dann aber recht laut, durch Camper die ihre laute Musik bis 22.30 Uhr erschallen ließen. Kaum war diese beendet, erscholl von der anderen Seite des See laute DiscoMusik bis 01.00 Uhr, dann war endlich Ruhe.


Kaffeepause vor Mainz


Die "heiße" Maus

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Camp in Altrip

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See am Camp Altrip

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30.04.07   Stollhofen   121 Km                                      391 Km

6:03               20,16 Km/h

Die Fahrt verlief auch Heute ohne Besonderheiten. Unterwegs trafen wir noch meinen Radhändler, der auf der Rückfahrt von Germersheim nach Frechen war. In Germesheim fand die alljährlich stattfindende "Spezialrad-Messe" statt.  Der Camp in Stollhofen war sehr groß und sehr teuer. 13,50 €  für eine Übernachtung mit Zelt. Dafür wurden geboten: 2 Badeseen, Muisk auf der Toilette, Biergarten, Minigolf. Auf dem Camp selbst trafen wir noch ein "Ruhrpöttler-Ehepaar" aus meiner Geburtsstadt Herne. Wir tauschten unsere Visitenkarten aus. Dann tauchte noch ein älterer Herr auf, der mit Kindern und Enkelkindern auch dort kampierte. Irgendwann stellte er uns die gesamte Familie vor, um ihnen zu erzählen , das  wir die "weite" Strecke von Köln bis hierher mit dem Rad zurückgelegt hätten.Allerdings die versprochene Flasche Wein die er uns zukommen lassen wollte kam leider nicht. Die Nacht wurde es auch hier laut auf dem Camp, da so gegen 01.00 Uhr die Rückkehrer vom "Tanz in den Mai" an unseren Zelten vorbei kamen. Bis jetzt hatten wir an allen Tagen Glück mit dem Wetter.


Schöne Radwege im Elsass

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01.05.07   Breisach   114 Km                                      505 Km

5:22                                21,33 Km/h

Die Fahrt nach Breisach verlief  gut. Unterwegs stellte ich allerdings erschreckt fest, das ich aus Versehen meine gesamten Routen für Ungarn und Rumänien aus meinem Navi-Gerät gelöscht hatte. Dem Himmel sei Dank, hatte ich aber die Routen auf meinem kleinen Reiselaptop abgespeichert und konnte diese wieder auf das Navi-Gerät überspielen. In dieser Nacht waren es keine Campinggäste die uns wachhielten, sondern eine "liebestolle" Nachtigall. 


Micha in einem etwas größeren Rad

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02.05.07   Donaueschingen/Pfohren   103 Km                          608 Km

6:29                            16,11 Km/h  (schäm)

Heute war die Schwarzwaldetappe angesagt. Von Breisach über Freiburg, Ebnet, St. Peter, St. Märgen, Hammereisenbach, Wolterdingen nach Pfohren. Da Micha noch Bekannte im Schwarzwald besuchen wollte, trennten wir uns hinter Freiburg und ich fuhr diese Etappe allein. Kurz gesagt - der Schwarzwald ist seit den letzten Reisen nicht flacher geworden und das warme Wetter machte die Angelegenheit nicht einfacher. Auf dem Camp hatten wir unsere Wäsche in einer Waschmaschine waschen lassen und ich warf danach alles in den Trockner. Leider vergaß ich nach dem Geldeinwurf den Trockner zu starten, als ich es bemerkte war schon soviel Zeit vergangen, das die Laufzeit des Trockners nicht mehr reichte um die Wäsche zu trocknen. Da auch die Rezeption schon geschlossen hatte, konnte ich keine Münzen mehr kaufen um sie nachzuwerfen. Somit war unsere Wäsche am anderen Tag noch ziemlich feucht. Abends kamen noch ein paar Regentropfen herunter.

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03.05.07   Riedlingen   124 Km                                        732 Km

6:51                    18,24 Km/h

Diese Etappe bestand aus reichlich Gegenwind, geschotterten oder feingekiesten Naturradwegen. Dafür wir aber trockenes Wetter, wenn auch stark bewölkter Himmel. Da wir die einzigen Camper auf dem sehr ruhig gelegen Zeltplatz waren, konnten wir die Nacht ruhig schlafen. Das Ehepaar, das den Zeltplatz führte, war sehr nett. Am Abend kamen dann doch noch ein paar Tropfen Regen herunter, die aber nicht weiter störten.


Blick ins Donautal

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04.05.07   Dillingen   127 Km                                             860 Km

7:11                        17,87 Km/h

Den ganzen Tag über kämpften wir mit einem kräftigen Gegenwind, der meinen Reisepartner mehr zu schaffen machte als mir. Aber - es war ja eigentlich der gerechte Ausgleich, ich hatte dafür weniger vom Rückenwind. Es hatte unterwegs auch noch sehr viele Naturwege, die das Vorankommen nochmals erschwerten. Da hatte ich Nachteile gegenüber Michael, der nur 2 und nicht wie ich 4 Reifen durch Sand und Geröll bringen musste.


Ab durch den Wald

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05.05.07   Menning   121 Km                                    981 Km 

7:30                           16,35 Km/h

Die Nacht auf Heute war ganz ruhig. Morgens gegen 05.00 Uhr setzte Regen ein, der bis 09.30 Uhr anhielt. Dadurch war das Zelt mal wieder pitschnass. Das Wetter besserte sich erst gegen Nachmittag und da kam sogar noch die Sonne wieder zum Vorschein. Wegen des heftigen Gegenwind verzichteten wir auf das Ziel Bad Gögging und fuhren nur bis Menning. Auf dem Zeltplatz, der zu einem großem Gasthof gehörte und etwas oberhalb der Gaststätte lag, angekommen, konnten wir nach Zeltaufbau und Einnahme des Essen nicht duschen, Grund war, das die beiden Fußballmannschaften, die in der Nähe ein Fußballspiel hatten, bis dahin die Duschen in Anspruch nahmen. Gut, damit konnte ich mich ja noch abfinden ,auch das der Weg zu den Toiletten nicht gerade kurz war, nahm ich gelassen hin, aber als ich am anderen Morgen gegen 05.50 Uhr die Toiletten aufzusuchen wollte da ich dringend ein "großes" Geschäft zu erledigen hatte und diese verschlossen vorfand, war das weniger lustig.Also den ganzen Weg nochmal zurück, Toilettenpapier aus der Tasche gekramt und ab in das angrenzende Gerstenfeld. Da es in der Nacht nochmal kurz geregnet hatte, war das "Geschäft" kein trockenes "Geschäft".


Eine Umleitung

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06.05.07   Straubing    119 Km                                      1102 Km

6:30            19,42 Km/h

Die Fahrt nach Straubing verlief ziemlich ruhig und ereignislos, bis auf die Schiffsfahrt von Weltenburg nach Kelheim, die immerwieder faszinierend ist. Diesmal wurde für mein "Gespann" eine Rampe zwischen Anleger und Schiff aufgestellt, so das ich den Anleger hinunter bis auf das Schiff fahren konnte. Bei meiner 1. Reise anno 2003 war man zu faul dazu und versuchte das Gespann rüber zu tragen, was bei einem Gesamtgewicht von 61 Kg in die "Hose" ging. Auf dem geschotterten Damm kurz vor BadGögging hatte ich noch eine Begegnung mit einem Reh. In Straubing auf dem Camp kannte man mich schon von den anderen Übernachtungen, die ich hier schon hatte.


Auf dem Schiff nach Kelheim

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07.05.07   Passau    98 Km                                              1200 Km

5:05                          19,52 Km/h

Die  Fahrt heute verlief sehr ruhig, auch wenn noch einige Naturwege zu bewältigen waren. Aber mittlerweile hatte sich mein Körpergewicht verringert und meine Kondition gesteigert, so das ich auch auf den Naturwegen mit 23 - 24 Km/h langfegen konnte. Eigentlich wollte ich heute im "Rotel Inn" übernachten, ein Hotel mit ziemlich engen Zimmern (2,00m X 3,50m) derweil ich mal wieder alle Geräte aufladen wollte. Ein Schild machte mich darauf aufmerksam, das das Rotel wegen Renovierungsarbeiten für 2 Tage geschlossen hatte. Ich wollte schon abdrehen, als ich einen kleinen Zusatz entdeckte: Für Gäste, die im Rotel übernachten wollen, bieten wir als Ausgleich die Übernachtung im Hotel "Wilder Mann" zum gleichen Preis (25,00 €) an. Da das Hotel eines der gehobenen Hotels war, war mein Entschluss schnell gefasst. Dort angekommen, traf ich an der Rezeption eine "alte" Bekannte, die sonst im Rotel Inn arbeitete. Auf meine Frage, wo ich den mein Gespann abstellen könne, kam die Antwort: "Fahren Sie hier durch die Vorhalle, an der Rezeption vorbei und gleich dahinter ist ein altes Gewölbe, dann können Sie Ihr Rad abstellen". Die Verwunderung der anderen Gäste an der Rezeption war nicht schlecht. In diesen Hotel waren außer mir schon u.a. Michael Gorbatschow abgestiegen. Michael dagegen, begab sich auf den Camp an der Ilz und wir würden uns dann morgen früh gegen 08.00 Uhr unterhalb der Festung treffen.


Vilshofen

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Video-Clip     Hotelausfahrt

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08.05.07    Linz    101 Km                                                  1301 Km

5:16                                19,35 Km/h

Wir trafen uns wie verabredet gegen 08.00 Uhr unterhalb der Festung zur Weiterfahrt nach Linz. Es sollten nur ganze 1,5 trockene Km werden, dann setzte ein sehr heftiger Regen ein, der uns zwang anzuhalten und die Regenkleidung anzuziehen. Aber immerhin hatten wir kräftigen Rückenwind und kamen so relativ früh auf dem Zeltplatz gegenüber von Linz (Pleschinger See) an. Kurz vor dem Eintreffen auf dem Zeltplatz hatte aufgehört zu regnen und wir konnten unsere Zelte im trockenen aufbauen. Doch danach setzte gleich wieder Regen ein. Die ganze Nacht hindurch, bis auf ein paar Minuten, regnete es teilweise sehr stark.

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09.05.07   Melk    105 Km                                                      1406 Km

5:47                           19,0 Km/h

Das Zelt heute Morgen im Regen abgebaut, im Regen losgefahren. Kurz nach dem Start hatte Michael noch eine Begegnung mit einem Karnickel, so wie es aussah, bekam der Zusammenprall mit Michaels Vorderreifen dem Karnickel überhaupt nicht. Es schüttete den ganzen Tag bis auf vielleicht 15 Min. Völlig durchnässt trotzt Regenbekleidung erreichten wir Melk. Wir beschlossen uns im Fährhaus, zu dem der Camp gehörte, ein Zimmer zu nehmen. Die Kosten hierfür lagen bei 25 € pro Zimmer. Da es auch noch in der Nacht weiterregnete, war der Entschluss nicht der schlechteste. Da ich Melk schon von etlichen Aufenthalten kannte, verzichtete ich auf eine Besichtungstour.

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10.05.07   Klosterneuburg     112 Km                                  1518 Km

5:48              19,01 Km/h

Um 05.50 Uhr  regnete es noch in Melk, aber bei der Abfahrt gegen 08.00 Uhr kam endlich wieder die Sonne hervor. Dies hätte ich beachten sollen, tat es aber nicht - Erfolg: ein sehr kräftiger Sonnenbrand. Da wir wieder guten Rückenwind hatten, kamen wir gegen 15.00 Uhr in Klosterneuburg an. Nach gut 1500 Km beschlossen wir einen Ruhetag einzulegen. Michael nutzte diesen Tag um nach Wien reinzufahren. Da ich die Stadt schon von vorherigen Reisen kannte, relaxte ich den ganzen Tag auf dem Camp.


Melk

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11.05.07   Klosterneuburg    0 Km                              1518 Km

Ruhetag.  Viel geschlafen, gut gegessen und eine Flasche von ihrem Wein  erlöst, sodass sie wieder frei atmen konnte.


Klosterneuburg

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Temperatur im Zelt     38,1 °

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12.05.07   Lipot/Ungarn    135 Km                              1653 Km

7:17                 18,65 Km/h

Heute Morgen um 07.30 Uhr losgekommen. Auf der Fähre von der Seite auf der sich der Camp befand, auf die gegenüber liegende Seite, fiel beim anlegen das Rad von Michael um.Dabei verbog sich, wie auch immer, die vordere Bremse, die dann ständig schliff. Konnten wir aber richten. Viel Sonne und noch mehr Gegenwind, der Michael wieder mehr zu schaffen machte als mir. Kurz vor Lipot teilte sich der Donau-Radweg. Ich habe natürlich die schlechtere Strecke "gewählt". Das bedeutete im Endeffekt - 5 Km tief geschotterte Seitenstrasse. Natürlich verfolgten mich 4 Hunde einer in der nähe liegenden Schafsfarm genau hier, wo ich auf Grund des Schotters keine Chance hatte durch Tempo zu entkommen. Aber man sitzt ja tief, ein Griff während der Fahrt in den losen Schotter, ein Wurf über mich hinweg nach hinten überzeugte das Rudel von mir abzulassen.


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Im Hintergrund Bratislava

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13.05.07   Balatonkenese  144 Km                               1797 Km

8:10                             17,7 Km/h

Auch heute wieder relativ früh losgekommen und das gleiche Spiel wie gestern:viel Sonne und noch mehr Gegenwind. Zwischenzeitlich hatte sich meine linke Leistengegend wundgescheuert. Also ab in eine Apotheke und Wundsalbe besorgt. Warum ich die nicht in meinem E.H.-Pack hatte ist mir schleierhaft. Das schlimmste Stück dieses Tages kam nach gut 100 Km, ein Schild wies unverständlich darauf hin -  3 Km Steigung mit durchschnittlich 10% - Auch die Km davor waren nicht gerade als flach zu bezeichnen. Da es nach der Steigung rasant und lange bergab ging, wussten wir schon heute, was uns auf der Rückfahrt erwartete, aber bis dahin lagen noch viele tausende Km dazwischen.  Als wir endlich auf dem Camp ankamen, auf dem ich schon 4 mal kampiert habe, kam Michaels Kommentar: "Das waren ja 10 Km mehr als Du berechnet hattest". Was ich daraufhin geantwortet habe schreibe ich hier nicht nieder.


Micha im  Rückspiegel

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Der Balaton

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Video-Clip     Balaton

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14.05.07    Balatonkenese      0 Km                                1797 Km

Ruhetag.      Das Wetter war einfach zu schön um nicht auf diesem herrlich am Balatonstrand gelegenen Camp einen zusätzlichen Tag zu verweilen. Also wurden nur Einkäufe getätigt, im Balaton geschwommen und dafür gesorgt, das die massenhaft auftretenden Ameisen nicht in Zelt und Packtaschen eindrangen - dies gelang bei den Taschen nicht zu 100 %.  In der Nacht bekam ich dann etwas Durchfall, der aber mit Tabletten rasch zu beheben war.


Camp in Balatonkenese

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15.05.07   Soltvadkert    137 Km                                         1934 Km

6:45                  20,51 Km/h

Die Tour begann heute gleich beim Camp mit einem ziemlich heftigen Anstieg hinauf auf die Hauptstrasse, war aber nicht all zu lang. Danach wurden die nächsten 80 Km wieder sehr hügelig und danach topfeben. Die Windrichtung wechselte sich ständig ab, mal Gegen- mal Rückenwind. Das aber bei Temperaturen jenseits der 30 ziger Marke. Auf den Landstraßen immerwieder große Viehtransporter, die zum Erbrechen stanken. Die Viecher konnten einem schon leid tun, bei dieser Affenhitze dort eingepfercht transportiert zu werden. Am Camp angekommen , mussten wir leider feststellen, das dieser erst Mitte Juni öffnete, obwohl im angrenzenden Badesee schon die Hölle los war. Kein Wunder bei dem Wetter. Also ein Stück zurück und eine Pension gesucht und gefunden. Pension "Anna", kann ich nur empfehlen. Sehr sauber, ruhig, deutschsprechendes Personal und mit umgerechnet 23,00 € m.F. auch nicht zu teuer. Im Nachhinein konnten wir eigentlich froh sein das der Camp noch geschlossen hatte, denn so gegen 18.00 Uhr wurde es sehr sehr dunkel, Sturm brach los und dann folgte ein heftiger Regenniederschlag. Der ganze Spuk dauerte etwa eine Stunde. Durch den Sturm kippten Stromleitungen um und es kam immerwieder zu Stromausfall im Hotel. Aber auch das bekam man zu meiner Freude wieder in den Griff, denn sonst hätten wir kaum etwas zu Essen bekommen. Zum 1. mal Gulasch in Ungarn gegessen - sehr köstlich.

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16.05.07     Mako     106 Km                                                   2041 Km

6:00                     17,86 Km/h

Die Tour heute verlief völlig flach. Ich glaube seit der Rheinstrecke zum ersten mal. Sogegen 15.00 Uhr sind wir in Mako angekommen. Vorher ging es noch mit einer Fähre über einen Fluss. Wir kamen an der Fähre so gegen ca.12.20 Uhr an, aber der Fähre setzte sich erst um 13.00 Uhr in Bewegung - Mittagspause -. Es war der letzte Camp in Ungarn, morgen sollte es also über die Grenze nach Rumänien gehen. Es gingen mir viele Gedanken durch den Kopf, wie es denn dort "drüben" wohl sein wird. Aber wie sagte schon Rudi Carell:"Lass Dich überraschen". Am späten Nachmittag traf noch ein Radreisender ein, ein Brasilianer, der schon 9 Mon. on Tour war. Er wollte von hier aus nach Budapest, wo er Freunde oder Bekannte hatte, und dort ca.1 Woche bleiben. Der Campbetreiber sprach relativ gut deutsch, sodass man sich gut unterhalten konnte. Über das Wetter der letzten und kommenden Tage braucht man nicht viel zu sagen - immer über 30° C.  Der Campbetreiber empfahl uns für Rumänien noch einen Camp, der von einem holländischen Ehepaar betrieben wird.Wir nahmen den Tipp dankbar an.


Briefkästen  für ein ganzes Dorf

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17.05.07    Timisoara/Rumänien     101 Km                      2142 Km

5:19                         19,3 Km/h

Der Grenzübergang in ca. 20 Km Entfernung erwies sich als völlig unkompliziert und auch die nächsten Km waren danach völlig normal. Bis auf das Verkehrschaos in Timisoara eine völlig ruhige Etappe, wenn man es nicht gewusst hätte, hätte man denken können wir wären noch in Ungarn. Das einzige was sich gegenüber Ungarn verändert hatte, waren die häufigen Hundeattacken, die aber alle glimpflich verliefen. Die erste war kurz hinter der Grenze in Cenad, da hätte allerdings ein Hund, der Michael in das Vorderrad lief, fast einen Sturz verursacht. Ich hatte mit den noch folgenden Hundeattacken weit aus weniger Probleme, derweil ich nicht umkippen konnte. Ich versuchte immer den oder die Hundeauf meine rechte Seite zu bekommen und drängte sie dann einfach in den meist vorhandenen tiefen Strassengraben ab. In Timisoara wollten wir eigentlich zu dem deutschsprachigen Radiosender, fanden ihn aber bei dem Verkehrschaos nicht. Wir beschlossen erst einmal für eine Unterkunft zu sorgen. Durch Zufall fanden wir den Camp in Timisoara, von dem ich garnicht wusste das er existierte. Der Camp erwies sich als recht sauber und relativ ruhig. Allerdings hatte auch hier sich der Preis dem deutschen Preis angeglichen - 9,00 €. Dusche und Strom waren schon im Preis enthalten. Auf dem Camp für ein sehr überschaubares Beefsteak und vereinzelte Pommes + 2 Bier  13,00 € hingelegt.


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18.05.07    Caransebes     101 Km                                      2244 Km

5:29               18,61 Km/h

In der Nacht hatte es angefangen zu regnen und auch heute beim Aufstehen war es nicht trocken. Den ganzen Tag über immerwieder Schauer und recht kurze trockene Abschnitte. Nach so etwa 10-15 Km hatte ich das Gefühl, das ich heute nicht so gut drauf bin mit der Fahrerei. Ich hatte Mühe auf 18-20 Km/h zu kommen und dieses Tempo zu halten, derweil uns ständig Lkws´s und Autos laut hupend überholten. Als es bergab ging und ich auf ca. 40 Km/h kam, hörte ich von hinten immer so Geräusch - flap, flap, flap -, ich befürchtete, das das Rad vom BobYak platt war. Bei der nächsten Straßenausbuchtung hielten wir an. Richtig, der Reifen war platt. Nun gut, Mantel runter, Reserveschlauch raus und gewechselt. Beim Aufpumpen dann der Schreck, immer wenn ich so etwa 2 Bar aufgepumpt hatte, quoll der Schlauch zwischen Felge und Mantel heraus. Wahrscheinlich hatte ich den platten Reifen schon eine Weile hinter mir hergezogen, es nicht bemerkt und somit hatte die Mantelflanke Schaden genommen. Als auch beim 3. Versuch der Schlauch rausquoll, ließen wir es bei knapp 2 Bar, damit wir überhaupt weiterkamen. Ca. 70 Km weiter in Lugoj fanden wir ein Radgeschäft, in dem ich einen neuen Mantel kaufen konnte. Der Verkäufer, eine netter junger Mann, übergab mir für umgerechnet 7,00 € einen Mantel  bester tschechischer Qualität, so wie er mir versicherte und einen passenden Schlauch. Nun konnten wir beruhigt weiterfahren ohne zu befürchten, das der defekte Mantel doch irgendwann den Geist aufgeben würde. Den neuen Mantel wollte ich aber erst bei der nächsten Unterkunft aufziehen. Unterwegs kaufte ich nochmal in einen der vielen "Mini Market" ein:     4 Schokoriegel, 1 Zahnpasta, 1   2,5 Liter -Flasche Mineralwasser =  30 Cent.    Das Zimmer das wir in Caransebes fanden war wirklich nicht das Beste, aber dafür standen unsere Räder sicher im Vorraum des Hotels.


Caransebes

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19.05.07     Aurel Vlaicu       127 Km                                       2371 Km

6:37           19,33 Km/h                          max: 68,7 Km/h

Morgens vor dem Start habe ich noch den neuen tschech. Reifen aufgezogen. Schon bei der Abfahrt hatten wir Regen der bis ca. gegen Mittag anhielt, danach wurde das Wetter besser. Unterwegs hatten wir ein paar "gute" Steigungen zu bewältigen. An den heftigen Verkehr hatten wir uns inzwischen gewöhnt. Wir haben dann den Camp aufgesucht mit dem holländ.Ehepaar, den uns der Campbetreiber in Mako empfohlen hatte. Klein, sauber und sehr ruhig gelegen und nette Betreiber. Die machten uns dann darauf aufmerksam, das man in Rumänien auch als Radfahrer eine Warnweste tragen musste. Michael hatte seit eh und je eine dabei. Auf meinem Lieger hätte sie eh nicht viel genutzt, also verzichtete ich auf den Kauf einer Weste. Die höchste Stelle die wir heute erreicht hatten war 792 m. Morgen ging es also zum "großen" Treffen mit meinem Sponsor. Am späten Nachmittag traf noch ein Reiseradler auf dem Camp ein. Er wollte weiter in Richtung Türkei und von dort mit einem Flieger zurück. Wir sollten ihn noch 2 mal unterwegs begegnen.


Camp Aurel  Vlaicu

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Dorfstrasse vor dem Camp

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Auf dem Weg nach Sibiu war es nicht immer flach

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20.05.07   Sibiu    92 Km                                                                   2464 Km

5:10           18,04 Km/h

Heute hatten wir sehr schwüles Wetter, da machten die Anstiege am Rande der Karpaten überhaupt keinen Spaß und wir hatten viele Anstiege, die auch recht lang waren. Dafür habe ich aber einen persönlichen "Bergab-Rekord" aufgestellt: 68,7 Km/h. Dann kam das Treffen mit meinem Sponsor, den ich persönlich noch nicht kannte, in Sibiu auf dem Flughafen. Aufgefahren hatte er 2 TV-Teams und 2 Zeitungsreporter bzw -rinnen. Es begannen dann Filmaufnahmen auf der sehr belebten E 68 , bei dem wir während des fahrens aufgenommen wurden. Dann noch ein Fototermin auf dem großen Platz in Sibiu und endlich dann ins Haus des Sponsors. Er überlies uns das Haus für 2 Tage, weil er selbst noch Terminangelegenheiten zu erledigen hatte. Wir sollten uns wie zu Hause fühlen. Was wir dann auch taten.


Empfang in Sibiu auf dem Airport , Sponsor und Fernsehteam

Video   Antenna 1  in Sibiu

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Sibiu Pressetermin

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21.05.07     Sibiu      0 Km                                                                 2464 Km

Ruhe- und Besichtigungstag.     Gustav, mein Sponsor, hatte uns seine Sekretärin für Erledigungen zur Verfügung gestellt. Frau Wilk, eine sehr nette und hilfsbereite Frau, die wir schon am Flughafen kennengelernt hatten. Sie brachte uns nach Sibiu, fand für Michael einen Radladen, der seine Vorderradnabe reparierte und machte einen kleinen Stadtbummel mit uns. Am Nachmittag trafen wir durch Zufall den Radler, der weiter in die Türkei wollte. Nach einem kleinen Plausch trennte sich unsere Wege wieder. Sibiu ist eine sehenswerte Stadt, in der z.Zt. viel renoviert wird. Schon am frühen Morgen gegen 07.15 Uhr wurde unsere Fernsehaufnahmen in ganz Rumänien ausgestrahlt. Unterwegs wurden wir auch daraufhin von Passanten angesprochen. Frau Wilk besorgte uns Mitschnitte von den Fernsehsendungen. Gegen 16.00 Uhr verschlechterte sich das Wetter schlagartig und es setzte heftiger Regen und Hagel mit Gewitter ein. Wir waren aber zu diesem Zeitpunkt in Gustav´s Haus angekommen. Gustav traf so gegen 18.00 Uhr ein und lud uns dann in ein uriges rumän. Lokal ein. Abends in seinem Haus wurde noch ein wenig geplaudert über das Erlebte und dann gingen man zu Bett.


Sibiu

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Augen schauen Dich an

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Sibiu - Lügenbrücke

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Sibiu

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Teil der Stadtmauer

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22.05.07    Bran      147 Km                                                      2611 Km

8:16           17,98 Km/h

Nachdem Unwetter von gestern hatte sich das Wetter wieder beruhigt und wir hatten von Anfang an gleich Sonne pur. Ich vergaß mich leider einzucremen -Erfolg, der 2. Sonnenbrand auf der Tour, allerdings nur auf den Beinen, da ich mit langer Hose losgefahren bin und den Rest eingecremt hatte. Irgendwann habe ich mich dann meines Beinkleides entledigt. Die Etappe war weitaus flacher als befürchtet, erst die letzten 20 Km ging anstiegmäßig die Post ab. Auch die vielen Baustellen, vor denen man uns schon gewarnt hatten, hielten uns nicht lange auf. Wir machten es wie die Einheimischen, auch wenn es gerade eine Rotphase an der Ampel hatte - kein Gegenverkehr, kein Anhalten. Unterwegs wurden wir durch eine Motorradgruppe aus Sachsen überholt und siehe da, man erkannte an meiner Anhängerfahne, das wir auch aus Deutschland kamen und alle grüßten uns. An einer Ampel, an der wir ausnahmsweise stehenbleiben mussten, wurde ich durch ein Pärchenaus einem Auto heraus angesprochen. Sie kamen aus Ludwigshafen, wünschten uns viel Glück und weiter gings. Auch ein Auto mit Kölner Nummernschild machte ich aus, leider registrierte der Fahrer uns nicht. Kurz vor Bran habe ich mich dann noch verfranzt und eine höllische, gut geschotterte Nebenstraße erwischt, die dazu noch mit einigen Anstiegen aufwarten konnte. Man musste auf Pferde, Kühe und Schweine aufpassen, die hier frei rumliefen. In Bran haben wir dann Bruno aufgesucht, den ich über meine HP kennen gelernt hatte und der uns eingeladen hatte vorbeizuschauen. Bruno engagiert sich für rum. Kinder und Jugendliche zusammen mit seiner Frau. Falls sich jemand für die Arbeit dort interessiert und ihn unterstützen möchte: www.RO-Hilfe.com  oder unter seiner Email-Adresse: Ro_Hilfe@web.de  . Er ist für jede Unterstützung dankbar. Leider konnten er uns nicht bei sich übernachten lassen, da das Haus gerade renoviert wurde. Aber ihm gegenüber gab es 2 Blockhütten zu mieten.


Die Karpaten

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Unterkunft in Bran

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Schloß   Dracula

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23.05.07    Bran                           0 Km                                              2611 Km

Gestern Nacht in der Blockhütte gut geschlafen. Morgens war ich eher aufgestanden als Michael und ging schon mal Richtung Schloss Bran vor, derweil ich noch auf einer Bank Euro in Forint tauschen wollte. Michael kam nach und dann gingen wir zur Besichtigung des Schlosses über. Vor dem Schloss reichlich Touristenstände mit Verkauf von Getränken und Verpflegung und natürlich auch Andenken. Kam mir ein wenig vor wie auf den Weihnachtsmärkten in Deutschland, Geschenkbuden und Fressbuden, immer abwechselnd. Der Eintritt in Draculas Schloss kam mit 4 Euro noch preiswert, wollte man jedoch seine eigenen Fotoapparat mit reinnehmen waren nochmals 3,30 € fällig und bei Mitnahme einer Videokamera waren sogar 6 € zu zahlen. Nach der Besichtigung gingen wir Nachmittags nochmal zu Bruno rüber, um uns über die morgige Strecke zu erkundigen. Er nannte uns einen anderen Weg, als den, den ich zu Hause in mein Navi eingegeben hatte. Nach kurzen Überlegen kamen wir zu dem Entschluss, Bruno´s Beschreibung zu folgen und nicht durch Brasov zu fahren. Kurz darauf fing es an zu regnen und es kühlte sich merklich ab. In der Nacht bin ich durch die Kälte wach geworden und habe mir eine Decke übergelegt.


Besuch bei Bruno


Strecke Sibiu nach Bran


Profil der Etappe      2.Teil

1. Teil

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24.05.07     Ulmeni        169 Km                                                  2780 Km

8:08          20,88 Km/h

Trotzt des trüben Wetter sind wir zeitig losgefahren, weil Bruno uns etliche Steigungen vorgesagt hatte. Bran lag auf etwa 750 m Höhe. Zunächst ging es ein paar Kilometer auf 650 m runter, dann kam aber der befürchtete Serpentinenanstieg auf 1112 m innerhalb von ca. 15 Km. Es wurde sehr anstrengend und man merkte jedes Kilo auf dem Rad. Endlich oben angekommengab es eine herrliche Aussicht. Von da an gings bergab und zwar auf 111 m Höhe. Die Karpaten hatten wir nun endgültig verlassen. Die letzten 40 Km hatten wir noch starken Gegenwind. Wir fanden ein Motel an der Straße und übernachteten dort für umgerechnet ca. 30,00 € ohne Frühstück. In der Nacht gab es noch ein prächtiges Unwetter mit starkem Regen und Gewitter.


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Man fährt vor eine Wand

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25.05.07    Macin         144 Km                                                 2925 Km

8:19             17,49 Km/h

Heute Morgen war die Welt wieder wettermäßig in Ordnung. Es war zwar noch etwas bedeckt, aber über Mittag waren es wieder locker über 30° C. Die gesamte Strecke bestand aus recht kräftigen Gegenwind. Michael bekam angesichts des kräftigen Windes beim überholt werden durch LKw´s mächtig Probleme damit, sein Rad auf der Straße zu halten, denn die Windboen die dabei entstanden, trieben ihn immerwieder an den Straßenrand. Probleme die ich auf meinem Dreirad nicht kannte. Aber auch bei ihm ist alles gut gegangen und es kam zu keinem Sturz. Unterwegs wollten wir ein Hotel in dem Ort "Garvan" nehmen, leider konnte man uns keinen sicheren Platz zum abstellen der Räder anbieten, also fuhren wir weiter bis Macin. Das Hotel hatte zu "DDR-Zeiten" bessere Zeiten erlebt. Sehr verschmutzt, die Toilettenspülung lief ohne ende, bis ich das Wasserzufuhrventil fand und das Wasser einfach abstellte. Auch das Duschwasser hatte nicht die beste Qualität. Allerdings wurden unsere Räder gut verschlossen in einem angrenzenden Raum untergestellt. Bis ins Donau-Delta sollten es so um die 70 Km werden.


Manchmal wurde es sehr eng

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26.05.07   Tulcea     79 Km                                                       3004 Km

4:56                      16,06

Beim Start um 07.30 Uhr hatte es schon 22° C. Wir hatten uns eigentlich vorgestellt, die paar Km locker runterzuradeln, aber 1.  ........ und 2. als man denkt. Es war nicht ein einziger ebener Km dabei, es ging immer zwischen 1 und 3 Km hoch und dann das ganze wieder runter. Besonders die Stücke mit 10 % iger Steigung gingen ganz nett in die Beine und so kamen wir ziemlich fertig in Tulcea an. Es galt nun eine Unterkunft zu finden und ein teures Hotel sollte es nicht sein. Durch Zufall fanden wir jemand, der jemand kannte, der eine Pension vor 2 Mon. neu eröffnet hatte. Es befand sich unterhalb des Monumentes, das über Tulcea ragte und an dem sich die große Namenstafel "Tulcea" befand. Der Betreiber sprach ein wenig deutsch, da er schon mal eine zeitlang in Deutschland geschafft hatte. Wir bezahlten jeder 27,00 € pro Nacht. Er kümmerte sich auch um eine Schiffstour im Donau-Delta für uns. Preis dafür 30,00 € incl.  reichhaltigem Fischessen bei einer Pause. Ich bekam dafür ein reichhaltiges Fleischgericht, da ich kein großer Fischesser bin.  Wir waren zu neunt auf diesem kleinen Schiff. Ich war etwas enttäuscht, da von der erwarteten Tierwelt nicht viel zu sehen war, das Schiff war zu groß um in die ganz kleinen Seitenarme zu fahren. Die Tour ging von 10.00 - 19.30 Uhr. Zwischen Mancin und Tulcea trafen wir noch ein Wohnmobil mit Österreichern, die uns spontan Cola zu trinken anboten und mit denen wir uns noch eine Weile unterhielten, ihr Ziel war auch Tulcea. Für mich war hier die in Tulcea die Hinreise offiziell beendet und es begann die Rückreise. Michael sah das anders, für ihn begann die Rückreise erst auf dem Camp vor Constanta, da sein Ziel das Schwarze Meer war.


Nicht mehr weit bis ins Delta

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Tulcea ist erreicht

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27.05.07     Tulcea      0 Km                                                              3004 Km

Ruhetag - Deltabesichtigung


Hafen von Tulcea

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Die Fahrt ins Donau - Delta

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28.05.07    Navodari / Constanta       116 Km                              3121 Km

6:29           18,07 Km/h

Heute sind wir seit langen wieder mal auf einem Camp gelandet und man staune, wir konnten unter mehreren Camps aussuchen. Auf einer relativ kurzen Strecke waren 5 Camps vorhanden. Die Camps lagen alle so ca. 3-4 Km von Tulcea kommend vor Constanta.  Die Anfahrt von Tulcea  dorthin war weit hügeliger als wir es erwartet hatten. Mehrere 10 % ige Anstiege waren darunter, die kleineren 7-8 % igen  konnte man kaum zählen. Außer uns waren nur noch ein holländ. und ein rumän. Camperpaar auf dem Platz. Der Camp lag nah an der Küste, wir konnten vom Zelt direkt zum Strand und im Schwarzen Meer baden. Meine Träume - im Balton schwimmen, ins Donaudelta mit dem Schiff und im Schwarzen Meer baden - hatten sich also erfüllt. Den Anlauf dazu hatte ich schon 2005 und 2006 gestartet, aber die Touren aus verschiedenen Gründen nicht zu Ende gebracht. Die Nacht war sehr ruhig auf dem Camp, der übrigens sehr sauber war.


Ich und das Schwarze Meer, oder anders herum???

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Zwiesel

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29.05.07    Calarasi             157 Km                                                3278 Km

9:33               16,58 Km/h

Wir sind wieder früh gestartet, da wir die länge der Strecke kannten.  Auch Heute erwartete uns wieder eine sehr hügelige Etappe, es ging immerwieder rauf und runter. Und stellenweise ging es sehr heftig rauf. Dazu kam noch eine Gemeinheit - vor, in und nach fast jedem Dorf hatte es nun Kopfsteinpflaster. Manchmal befürchtete ich, das es mein Dreirad auseinander haut. Doch "nur" meine Halterung für das GPS-Gerät  verabschiedete sich irgendwann auf der Etappe. Als Notlösung brachte ich das Gerät mittels zweier Gummi´s auf meiner vor mir auf dem Rad postierten Trinkflasche an, die Notlösung hielt bis zu Hause durch. Auch der Gegenwind war heute wieder spürbar.

Zwischen Baneasa und Lipnita (im Niemandsland) traten plötzlich quietschende, schleifende Geräusche am Rad auf, die eindeutig vom linken Vorderrad stammten. Was es war wusste ich allerdings nicht. Angehalten, am Rad gerüttelt und festgestellt, das es einwenig "Spiel" hatte. Nun hatte ich ja vieles Werkzeug und Ersatzteile dabei, aber einen 17 er Ringschlüssel, den ich zum festziehen des Rades benötigte selbstverständlich nicht - wie es halt immer so ist. Rechts von der Hauptstrasse sahen wir 2 kleine Gehöfte wo man Wäsche erkannte, die zum trocknen aufgehängt war - also bewohnte Gehöfte, was ja nicht immer der Fall war. Wir fuhren  hin. Aus einem Seitenweg kam ein Traktor auf uns zu, ich hielt ihn an und versuchte dem Fahrer mit Händen und Füßen zu erklären, das ich einen 17 er Schlüssel benötigte. Er sprang von seinem Traktor, schautesich das Vorderrad an, drehte kurz daran und hörte auch dieses quietschende Geräusch. Er wieder zum Traktor zurück, von dem auch zwischenzeitlich sein ca. 14-15 jähriger Sohn  abgestiegen war, holte einen 17er Maul- und einen  17er Steckschlüssel und einen Schraubenzieher. Dann ging er und sein Sohn zu Werke, Rad abgebaut, beide Lager aus dem Rad geschlagen - wirklich geschlagen -, diese flogen fast einen Meter durch die Gegend. Michael meinte: "Wenn der Dir die Lager auseinanderbaut, kriegt der das nicht  wieder hin." Das schien den Rumänen aber nicht zu kratzen, kurzer entschlossen puhlte er die "industriegedichten" Lager auf und siehe da, beide waren trocken gelaufen. Jetzt konnte ich mir die quietschen Geräusche erklären. Er presste in beide Lager Fett aus der Fettpresse, die wohl für seinen Traktor vorgesehen war und drückte die Lager wieder zusammen, klopfte sie wieder ins Rad und baute das Rad wieder an. Alles zusammen dauerte keine 20 Min und das auf einem Feldweg. Geld wollte er keines, stieg wieder auf seinen Traktor. Seinem Sohn konnte ich unterdessen einen 10 € -Schein  in seine Hosentasche schieben und schon waren sie wieder fort. Ich glaube ohne deren Hilfe würde ich immer noch dort stehen. Nennt man glaube ich Glück im Unglück.

Während einer Essenpause konnte ich eine freilebende Schildkröte filmen, gestern hatten wir schon freilebende Zwiesel gesehen, die man ja sonst nur aus dem Zoo kennt.

Unterwegs trafen wir noch Radler aus Österreich und den Radler, dem wir schon 2x begegnet sind - die Welt ist doch klein .

Der Tag hatte mich ganz schön genervt mit seinem:  Gegenwind, Kopfsteinpflaster, Anstiegen und nicht zuletzt dem defekten Vorderrad.

Das Hotel in dem wir übernachteten konnte seinen 140,00 Lei (ca. 35 €) nicht gerecht werden. Aus der Dusche kam nur lauwarmes Wasser und eine Std. später kam dann gar kein Wasser mehr.  Kurz vor 22.00 Uhr hörte man dann lautes Geklopfe und Gepoltere und siehe da, danach kam wieder Wasser -wenn auch wieder nur lauwarm.  Zum Frühstück bekamen wir einen Bon in Wert von  10 Lei ausgehändigt und man konnte sich dafür in einer Speisekarte sein Frühstück  zusammenstellen. Die Praxis erlebten wir noch des öfteren in den Hotels. Michael meinte noch, das man ihm während der Nacht -die Räder standen vor der Rezeption - seinen "guten" Karabinerhaken entwendet hätte.


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Die Radreparatur

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Mir wurde    Angst und Bange

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30.05.07    Giurgiu    151 Km                                                     3429 Km

8:08              18,6 Km/h

Die Strecke war bis auf kleinere und 2 "dicke" Anstiege recht flach, nur der heftige Gegenwind störte ein wenig. Das Motel das wir fanden lag direkt an unserer Route und kostete umgerechnet etwa 33,00 € mit Frühstück.

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31.05.07    Corabia    153 Km                                                    3683

8:49           17,49 Km/h

Beim Frühstück trafen wir noch einen Einzelradler der, glaube ich jedenfalls, aus der Schweiz kam und dorthin wollte, wo wir herkamen - ins Delta.

Beim Beladen der Räder stellte ich fest, das jemand an meinem Rad den Umwerfer für die Kettenblätter verbogen hatte. Es dauerte eine ganze Weile bis ich ihn wieder richtig eingestellt bekommen habe, aber immerhin  funzte er wieder. Die gesamte Strecke bestand aus einem sehr groben Asphaltbelag und ein paar kleineren Anstiegen. Das einzige Hotel in dieser Stadt war wegen einer Hochtzeitsfeier ausgebucht.Doch netterweise gestatte man uns direkt neben dem Swimmingpool,der zum Hotel gehörte, zu campen. Wir bauten also alles auf und machten auf der Hoteltoilette eine "Katzenwäsche". So etwa 50m von uns entfernt war eine Polizeistation, wir konnten uns also sicher fühlen. Einer der Polizisten kam zu uns und fragte woher und wohin. Als ich ihm die Route erzählte, schüttelte er nur ungläubig mit dem Kopf und ging wieder zurück. Nachts gegen 01.30Uhr glaubte ich zuerst an ein Gewitter, weil es immer kurz aufblitze und es im Zelt hell wurde. Aber es gab keinen Donner. Dann stellte ich fest, das von den Hochtzeitsgästen Fotos mit Blitzlicht von meinem Rad gemacht wurden. Na dann - gute Nacht.

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01.06.07    Calafat    146 Km                                                    3729 Km

8:14           17,78 Km/h

Gleich am frühen Morgen wurde ich durch 2 große Hunde beim verlassen des Zeltes begrüßt. Sie waren nicht bösartig, sondern erwarteten wohl von mir, das ich mit ihnen mein Frühstück teile,was ich dann wegen der bettelnden Blicke auch tat. Unterwegs fielen ein paar Regentropfen, die aber nicht weiter störten. Der Gegenwind den wir heute wieder hatten, störte allerdings sehr, auch der Straßenbelag war wieder sehr rauh. Unterwegs trafen wir noch ein Ehepaar aus Berlin, beide 70 Jahre !!!!! alt. Während wir uns noch unterhielten, hielt plötzlich ein kleiner Lieferwagen an und ein Mann mit einem Korb voller Brot sprang heraus und bot uns das Brot an. Er wollte es uns nicht verkaufen, sondern schenken. Das Ehepaar empfahl uns für Calafat ein kleines Hotel, das gleich gegenüber einem sehr spelunkenhaft wirkenden 2 Sterne-Hotel liegen sollte. Es kam wie es kommen musste, wir stiegen genau in dem Hotel ab, vor dem das Reisepaar uns eigentlich gewarnt hatte. Das Hotel war allerdings nicht so schlimm wie befürchte. Auf meine Frage nach einer Waschmaschine wurde mir eine gezeigt und ich konnte meine Wäsche waschen. Allerdings packte die Tochter des Besitzers noch einige Sachen von sich mit rein, was aber nicht störte. Abends hingen wir dann gemeinsam unsere Wäsche im Hinterhof auf, die dann auch am anderen Morgen trocken war.


Das Fleisch war willig, aber die Beine zu kurz

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02.06.07     Drobeta Turnu Severin        100 Km                       3829 Km

5:37             17,35 Km/h

Bis auf den ständigen Begleiter -Gegenwind - war es eine ruhige Etappe und seit Tagen mal wieder ein guter glatter Straßenbelag. Es gab nur eine echte Steigung von 8% die ca. 2-3 Km lang war. Das Hotel "Ada", direkt an der Straße gelegen bot für das Geld mal endlich eine vernünftige Gegenleistung. Sauber, auch das Wasser und mit einer funktionierenden Klima-Anlage. Die tat bei Außentemperaturen von  über 30° C wirklich gut. Ich fand auch beim Einkaufen einen kleine Frisörladen, der mir für für umgerechnet 2,00 € das Haar radikal kürzte.


Was mag Sie denken?

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03.06.07   Moldova Noua          139 Km                                       3967 Km

8:04            17,35 Km/h

Die Nacht hatte ich gut geschlafen. Die Etappe starte eigentlich recht harmlos, doch dann kamen die 3 Anstiege, die auch im Routenführer eingezeichnet waren.Es ging los mit einem langen 11% igen Anstieg, dem bald darauf die 2 lange Anstiege mit 8% folgten. Die unter 8% igen konnte ich nicht mehr zählen. Hinzu kam eine "Affenhitze" von über 30° C und Schotterstrecken, von denen eine über 12 Km lang war. Im Ort angekommen fanden wir das Hotel nicht. Eine Horde Kinder lief vor uns her und wollte uns zum Hotel führen. Bald merkten wir aber, das die Kinder genau so wenig wie wir wussten wo das Hotel lag. Nach einer 1/4 Std. "Stadtführung" trennten wir uns von der Kinderhorde. Während der letzten 5 Min waren mir 2 Mountenbikefahrer aufgefallen, die uns auf der anderen Straßenseite immer begleiteten. Einer der beiden fragte: "Hotel?", ich nickte und sie bedeuteten mir ihnen zu folgen. Sie fuhren mit uns so ca. 2-3 Km aus der Stadt raus. Plötzlich hielten sie an und zeigten auf einen Berg, wo ein rotes Dach zu erkennen war. Ich konnte es nicht glauben, da sollten wir hoch. Nun gut, beide fuhren vorne weg den Berg rauf. Einer von ihnen gab auf der Hälfte des Anstiegs auf und schob sein Rad. Ich bin auch nur auf der letzten "Rille" hochgekommen. Oben angekommen, sagte mir einer der beiden, er hätte uns im Fernsehen gesehen und sich gefreut, das er uns begegnet ist und uns helfen konnte. Wir bedankten uns und die beiden fuhren wieder den Berg runter.

Der Chef des sehr schönen Hauses begrüßte uns gleich mit einem kleinen Schluck Wein. Es war eines der ruhigsten Hotels auf der gesamten Tour. Am Abend trank ich noch mit dem Chef ein, zwei oder ???? Gläser Wein. Beim Eintreffen sagte er uns noch, das es hier kein Frühstück gebe. Am Abend meinte er dann: "Ok, ich mache für euch ausnahmsweise morgen ein Frühstück."



Irgendwie wirke ich klein dagegen. Orsova ???

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Der nette Hotelchef

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Die Pantoffel sahen sich sehr ähnlich

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Video-Link     Regen am frühen Morgen

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04.06.07    Resita      104 Km                                                       4071 Km

6:15               16,56 Km/h

Morgens gegen 05.00 Uhr setzte ein heftiges Unwetter ein, der Regen war so stark, das er durch das geschlossenen Fenster drang und ich mein Badetuch auf die Fensterbank legte, damit das Wasser nicht auf den Fußboden floss. Durch das Unwetter hatten wir auch noch Stromausfall und somit auch kein Wasser, das mit elektr. Pumpen in die oberen Etagen gepumpt wurde. Ich hatte auch schon Befürchtungen, das es ohne Strom auch kein Frühstück geben würde. Der Besitzer erklärte uns aber, das er auf Gas koche.So gab es ein super Omelett, Brot, Gurken, Salamischeiben, Tomaten und Kaffee. Und das umgerechnet für 4,00 € für uns beide. Auch diese Etappe erwies sich als hügelig, aber zwischenzeitlich hatte das Unwetter nachgelassen und wir fuhren  im trockenen los. Gegen Mittag wurde es dann doch recht schwül. Und Nachmittags, so ca.30 Km vor Resita zog es sich bedrohlich zu. Das Hotel war ein reines "Touri-Hotel" und kostete etwas über 40,00 € und bot beim öffnen der Dusche erst einmal tiefbraunes Wasser an. Nach ca. 10 Min. war das Wasser so klar, das man duschen konnte, aber von trinken war keine Rede. Gegen 17.00 Uhr kam dann das erwartete Gewitter und starker Regen. Mit einigen längeren Unterbrechungen zog es sich bis tief in die Nacht hinein.


Dubova, Monumentul Decebalus Rex, 40m hoch und 25 m breit

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Video-Link    Bad in einem 4-sterne Hotel

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05.06.07       Timisoara         114 Km                                             4185 Km

5:50              19,56 Km/h

Die heutige Etappe begann gleich mit einem heftigen Anstieg, dem noch ein paar kleinere folgten. Ab Lugoj war es dann flach bis Timisoara und ab Lugoj befanden wir uns  auf dem Teil der Strecke, den wir auch auf der Hinreise befuhren.

Einen Tag vorher hatte ich den deutschsprachigen Rundfunk von Timisoara angerufen und ihnen mitgeteilt, das wir heute auf dem Camp von Timisoara seien und wenn sie noch Interesse an einem Interview hätten, sollte man auf den Camp kommen. Das Interview sollte eigentlich schon auf der Hinreise durchgeführt werden. Es kam eine sehr charmante junge Reporterin auf dem Camp und interviewte uns.

Gegen 18.00 kam dann Bewegung in das ruhige Campleben, 2 große Einsatzbusse der Polizei  und ein normaler Reisebus fuhren ein und parkten nur 100m von unseren Zelten entfernt. Es stiegen viele Sportler aus, die sich die Beine vertraten und telefonierten. Wir wunderten uns, das sich die Polizisten mit einigen der Sportler fotografieren ließen. Ich ging zum Busfahrer und erkundigte mich, um welche Sportler es sich denn hier handelte - es war die rumän. Fußballnationalmannschaft, die morgen hier in Timisoara ein Spielgegen Serbien hätte. Der Spuk dauerte eine gute halbe Stunde, dann fuhren sie weiter.

Den Tag beschloss ich mit 1 Flasche Bier -es war allerdings eine Flaschen mit  2 l  Inhalt.

Am Abend setzte Regen ein, der sich bis morgens 05.00 Uhr hielt.


Die nette Reporterin von Radio Timisoara

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Busfahrer der Fußballnationalmannschaft von Rumänien

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Der Radladen in Lugoj

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06.06.07   Mako    99 Km                                                                4284 Km

5:10                19,25 Km/h

Mein Frühstück fiel sehr karg aus - ein Vollkornbrötchen und ein kleines Stück Käse, mehr hatte ich nicht mehr in meinen Taschen. Endlich mal wieder eine Strecke ohne Gegenwind oder Steigungen. Durch die Zeitverschiebung gegenüber Ungarn (Rumänien war eine Stunde vor unserer Zeit) kamen wir recht früh auf dem Camp an, es war mal gerade 12.00 Uhr. Ich konnte noch in aller Ruhe meine Wäsche per Hand waschen und fand sogar eine sehr betagte Wäscheschleuder auf dem Camp. Mit ein wenig Glück, Sonne und Wind wurde die Wäsche auch trocken. Meine beiden Vorderreifen sind ziemlich runter, ich werde sie am Balaton gegen meine mitgeschleppten Faltreifen wechseln. Habe mich eh gewundert das sie so lange durchgehalten hatten. Wir unterhielten uns noch lange mit dem Betreiber des Camps, den wir ja schon von der Hinfahrt kannten. Gegen späten Nachmittag kamen noch etliche Wohnmobile aus Deutschland  auf dem Camp. Die einen hatten sogar ihre Topfblumen und ihre Katze nebst Hund mitgenommen. Nachts fielen noch ein paar Tropfen Regen, die aber nicht schadeten.

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07.06.07    Soltvadkert     121 Km                                                 4405 Km

6:33           18,59 Km/h

Mal wieder reichlich Rückenwind und sehr gute Straßen. Wir kamen gegen 14.00 Uhr in Soltvadkert an. Michael ging auf den Camp und ich ging wieder in die Pension "Anna", weil ich meine ganzen Geräte durchladen musste. Der Fluch der elektrischen Geräte.

Meine Frau teilte mir dann mit, das Herr Paul, unser Perserkater schon am Montag eingeschläfert worden war. Die Nachricht machte mich traurig, man hängt ja doch an so einem Tier.

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08.06.07      Balatonkenese   132 Km                                      4537 Km

6:24              20,8 Km/h

Schlecht geschlafen die Nacht, es gingen mir tausend Gedanken durch den Kopf. Um 05.00 Uhr wach geworden und konnte dann nicht mehr einschlafen.

Kurz nach 07.00 Uhr holte ich dann Michael von seinem Camp ab. Da es eine recht flache Etappe war und nur etwas Gegenwind, waren wir schon gegen 13.30 Uhr auf dem Camp. Ich "besohlte" meine beiden Vorderräder. Das Hinterrad sah immer noch sehr gut aus und würde wohl bis nach Hause halten.

Am Abend hat es noch leicht geregnet und die Musik aus dem kleinen Biergarten vom Camp war etwas laut, aber ab kurz nach 22.00 Uhr konnte man schlafen.

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09.06.07     Lipot     145Km                                                            4682Km

7:34            19,77 Km/h

Michaels Zelt hatte heute Morgen seinen Geist aufgegeben. Nachdem ihm schon auf der Hinfahrt in Mako eine Zeltstange gebrochen war und er diese mit einer Reparaturhülse reparierte, brach  in Mako eine weitere Zeltstange. Er war nun der Meinung, die eine Reparaturhülse könne er in der Mitte durchsägen und dann beide Stangen reparieren. Dies erwies sich als fataler Irrtum. Vor Lipot fand er dann einen Baumarkt und besorgte sich dort Rohre in Größe seiner Zeltstangen und bastelte sich daraus Zeltstangen, die aber auch nicht das hielten war er sich versprochen hatte.

Auf dieser Etappe waren die ersten 40-50 Km sehr sehr hügelig und hatte einen Anstieg dabei mit 10% und einer Länge von etwas über 3 Km. Danach ging es dann aber flach weiter nach Klosterneuburg.

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10.06.07    Klosterneuburg     127 Km                                          4809 Km

6:39                19,36 Km/h

Heute morgen hatte das Zelt von Michael nun endgültig seinen Geist trotzt der Bastelarbeiten aufgegeben. Er beschloss es nach Hause zu schicken, da noch Garantie darauf war und sich irgendwo im Baumarkt ein billiges für den Rest der Reise zu besorgen.

Aber nicht nur das wurde beschlossen, nachdem sich in den letzten 2 Wochen doch ein wenig Spannung zwischen uns aufgebaut hatte und es zu manchen kleinen Reibereien kam, beschlossen wir uns hier zu trennen. Michael wollte dann auch eine andere Rücktour fahren, er wollte ab Kelheim Richtung Bamberg fahren.

Auf dem Camp in Klosterneuburg trafen wir noch 3 Radler, die auch durch Rumänien wollten und denen wir noch gute Tipps mitgeben konnten. Dem Einzelreisenden habe ich noch mein Pfefferspray für die Hundeattacken mitgegeben. Der Abend wurde noch feuchtfröhlich. Micha und ich tranken auf unsere gelungenen Tour und einige Dauercamper tranken mit uns, nachdem wir ins Gespräch gekommen waren.

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11.06.07    Melk    108 Km                                                               4917 Km

6:09                17,59 Km/h

Seit heute wieder Solofahrer. Die Fahrt verlief ohne jede Auffälligkeiten oder Ereignisse.  Es hatte auch keinen spürbaren Gegenwind. Das ist sehr verwunderlich, da ja der Wind meist von Passau nach Wien weht und nicht umgedreht. Es traf noch ein Tandempaar, Amerikaner auf dem Camp ein. Nachdem sie das Zelt stehen hatten und alles eingeräumt war,luden sie mich auf ein Glas Wein ein und wir unterhielten soweit das mit meinen schlechten Englischkenntnissen möglich war. Sie waren in Wien gestartet und wollten soweit wie möglich die Donau entlang und noch ein Stück am Rhein fahren.


Tandemfahrer, sorry mir sind die Namen entfallen.

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Bei Tulln

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12.06.07    Linz    108 Km                                                               5025 Km

5:58                  18,23 Km/h

Auch der 2. Solotag ist gut verlaufen. Es war zwar ziemlich bewölkt, aber bis auf ein paar Tropfen blieb es trocken. In der Nacht fing es an zu regnen, wie sooft in den letzten Tagen. Gegen 01.00 Uhr wurde ich wach, weil ich etwas hart lag -mit Schreck stellte ich fest das meine Schlafunterlage undicht geworden war und ich ungepolstert auf dem Boden lag. Nachdem ich nachgepustet hatte, hielt sie allerdings bis zum nächsten Morgen durch.

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13.06.07    Passau      100 Km                                                        5125 Km

5:30                      18,27 Km/h

Beim Aufwachen hatte ich eine sehr gute Stimmung, in ein paar Stunden würde ich wieder in Deutschland sein. Doch beim Zeltabbau plötzlich ein lautes Knackgeräusch, es sollte doch wohl nicht - doch nun war es auch mir passiert, eine Zeltstange war gebrochen, das heißt ein Segment der zusammensteckbaren Stange. Die gute Laune war schlagartig dahin. Zeltstange und Schlafunterlage defekt und das gut 1000 Km vor Ende der Reise.

Ich wusste das es in Passau eine Outdoorladen gab, da hatte ich schon 2003 einmal Zeltnägel gekauft.

In Passau angekommen, ging ich  in das wieder in das offene Rotel Inn und traf dort die Empfangsdame, die mich bei der Hotelausfahrt bei der Hinreise gefilmt hatte. Sie erklärte mir noch den Weg zum Outdoorladen. Dort angekommen erklärte ich mein Problem und siehe da, man hatte ein vergleichbares Segment da. Es war zwar etwa 1 cm kürzer als mein gebrochenes, aber das machte den Kohl nicht fett. Der nette Verkäufer nahm nicht einmal Geld dafür und zeigte mir noch wie ich das Segment einbauen konnte. Das nenne ich Service - nochmals Danke.

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14.06.07     Straubing    97 Km                                                      5222 Km

5:04                 18,63 Km/h

Ich wurde erst kurz vor 07.00 Uhr wach - das ist mir während der ganzen Fahrt noch nicht passiert, das ich so lange geschlafen hatte. Ich packte also schnell meine Sachen und machte mich auf den Weg. Unterwegs ging ich noch in eine Bäckerei frühstücken und mit tollen Rückenwind traf ich schon um 13.00 Uhr auf dem Camp ein. Ich ging zum Aldi um einige Lebensmittel für die nächsten 2-3Tage einzukaufen und was sehe ich, Aldi hatte Schlafunterlagen fürs Zelt im Angebot - ganze 12,99 €. Soviel Glück hat man ja selten. Ich warf meine defekte Schlafunterlage in die Entsorgung. Dann habe ich noch meine Wäsche in die Waschmaschine geworfen und mit dem Campbetreiber erst einmal ein Bier getrunken. Wir kannten uns ja schon von meiner 1. Tour im Jahre 2003 nach Budapest. Er bemerkte so nebenbei, ich solle doch meine Zeit an der der Uhr neu stellen, denn ich hatte es schon 14.00 Uhr obwohl es doch erst 13.00 Uhr sei. Da fiel es mir schlagartig ein, ich hatte 2 Uhren dabei und auf der einen hatte ich noch die rumän. Zeit und gerade diese Uhr hatte ich gestern umgetan. Und so war es heute morgen nicht 07.00 Uhr als ich wach wurde sondern 06.00 Uhr. Es waren außer mir noch ein holländ. Ehepaar mit Tandem auf dem Camp und sein schweizer Radler, der etwas Sitzprobleme hatte und deshalb seine Reise verkürzen mußte. Abends saßen ich dann noch mit dem Betreiber des Camps, einem Wohnmobilfaher nebst Frau und mit dem besagten Schweizer zusammen. Es wurde gut getrunken und so gegen 20.50Uhr machte ich mich auf Richtung Zelt. Unterwegs dorthin fiel mir plötzlich ein, das ich ja noch meine Wäsche im Trockner hatte, also nochmal schnell zurück und diese geholt, denn um 22.00 Uhr wurde der Waschraum abgeschlossen und erst so gegen 08.00 andern Tags wieder geöffnet und da wollte ich schon längst on Tour sein. So langsam wurden am Abend die Mücken zur Plage und als sie dabei waren die Schlacht zu gewinnen, ging ich ins Zelt.

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15.06.07    Bad Gögging    100 Km                                          5322 Km

5:30              18,30 Km/h

Um kurz nach 06.00 Uhr hatte ich den Camp in Straubing verlassen. Eine fast flache Etappe wurde es. Auch die Verladung meines Gefährt bei Kelheim auf das Schiff nach Weltenburg verlief reibungslos, obwohl etliche Leute aufs Schiff wollten. In Bad Gögging angekommen verschlechterte sich das Wetter zusehends. Auch war der Camp teurer geworden. Letztes Jahr hatte ich noch 08.00 € bezahlt, nun waren es 10,00 €.

Wie befürchtet setzte dann am Abend starker Regen und Gewitter ein. Das hielt sich eine zeitlang genau über mir - im Zelt nicht so angenehm.


Camp in Bad Gögging

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16.06.07    Dillingen     136                                                        5458 Km

7:51               17,50 Km/h

Nachdem es ja gestern Nacht noch ein kräftiges Gewitter gab, war heute morgen die Sonne wieder da und der kräftige Rückenwind begleitete mich bis Dillingen. Unterwegs waren noch 2 Naturwege von je ca. 7 Km zurück zu legen. Nach dem Zeltaufbau und einräumen von Schlafunterlage und Schlafsack, fuhr ich noch schnell zum in der Nähe liegenden Lidl. Dort traf mich beim Anblick meiner Vorderreifen fast der Schlag, sie waren runter bis aufs Textil. Und ich hatte geglaubt mit denen würde ich es vom Balaton bis nach Hause schaffen. Es war schon später Nachmittag und der einzige Radhändler im Ort hatte schon geschlossen. Der hilfsbereite Campbetreiber fuhr trotzdem mit seinem Auto mit mir hin, um zu schauen ob er irgendwo seine Telefonnummer am Geschäft angebracht hatte. Dies war leider nicht so und was noch schlimmer war - Montag hatte er "Ruhetag". Ich wollte es nicht glauben das ich bis Dienstag hier in Dillingen bleiben sollte, denn mit den abgefahrenen Reifen konnte ich nicht weiterfahren,habe mich eh gewundert, das ich unterwegs keinen Platten bekommen habe. Mit viel Glück und mit Hilfe des Campbetreibers, gelang es uns kurz vor 19.00 Uhr in einem ca. 10 Km entfernten Ort noch einen Radhändler aufzutreiben, der bereit war noch zwei Mäntel rauszugeben. Er hatte zwar keine Hochdruckreifen, sondern nur einfache BMX-Reifen, aber zum weiterfahren sollten die erst mal reichen. Wir fuhren nochmals mit dem Auto los und kauften die Reifen für sage und schreibe 13,00 €, dafür bekomme ich noch nicht mal einen 1/2 Hochdruckreifen.

Irgendwo unterwegs wollte ich dann in den nächsten Tagen Hochdruckreifen kaufen und diese aufziehen. Doch was soll ich sagen, ich fuhr die BMX -Reifen bis nach Hause ohne Platten.


Der Mann, dem ich neue Reifen verdanke.   Danke aus   Kölle.

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17.06.07    Riedlingen   133 Km                                                    5591 Km

7:08            18,84 Km/h

Pünktlich um 05.00 Uhr setzte heute morgen der Regen ein.Ich baute also das Zelt zum wiederholten male im Regen ab. Klar das der Regen, als ich das nasse Zelt verstaut hatte aufhörte. Unterwegs hatte ich immer wieder Bedenken, ob die Billigreifen denn auch halten würden, den es kamen einige Schotterstrecken und reichlich Naturwege. Die Etappe war sehr hügelig und durch die aufgeweichten Naturwege auch sehr anstrengend. Gegen 15.30 Uhr kam ich in Riedlingen auf dem Camp an. Das nette Betreiberpaar freute sich mich gesund wieder zu sehen.

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18.06.07   Pfohren/Donaueschingen    133 Km                         5724 Km

7:38                  17,84 Km/h

Auch gestern Abend setzte wieder Regen ein, der bis um 04.00 Uhr morgens andauerte. Natürlich wurde das Zelt wieder nass eingepackt, was ja immer mit etwas Mehrarbeit verbunden ist, da ich das Innenzelt immer ausknöpfen musste, damit dieses trocken bleibt. Auch heute war es der Gegenwind und die aufgeweichten Naturwege die mir zu schaffen machten. Unterwegs wurde es 2-3 mal sehr dunkel und ich dachte schon, das ich den Camp in Pfohren nicht trocken erreichen würde. Doch Glück gehabt, ich kam trocken an. Der Camp in Pfohren hat sich mit dem neuen Betreiber sehr verschlechtert. Montags ist die Rezeption geschlossen, die Gaststätte ebenso wie der kleine Einkaufsmarkt auf dem Camp. Also fuhr ich 6 Km nach Donaueschingen um dort einzukaufen. Der Camp war zwar gut belegt, aber keine weiteren Radreisenden mehr.


Schloss Werenwang bei Hausen i.T.

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19.06.07   Breisach     106 Km                                                      5830 Km

5:25              19,30 Km/h

Nachdem es um 04.00 Uhr morgens zu regnen anfing, war mir klar - Zelt wird wieder nass eingepackt. Heute galt es also den Schwarzwald wieder zu überwinden. Es gelang mir ganz gut, denn von Donaueschingen her ist die Steigung nicht so schlimm als von Freiburg aus. Auf den Abfahrten kam ich gut auf Tempo, da ich aber den Kinderreifen nicht so ganz traute, war bei Tempo 55 km/h schluss und ich bremste ab, obwohl sicher weit über 60 km/h möglich gewesen wären.

Da die Etappe ja nicht so lang war, war ich schon um 13.00 Uhr auf der gegenüberliegenden Rheinseite von Breisach, da ja in Breisach selbst kein Camp ist. Leider war die Rezeption bis 14.00 Uhr geschlossen. Ich suchte mir einen schattigen Baum, Kopfhörer auf und die Stunde schön gedöst. Zwischenzeitlich waren die Temperaturen wieder bei 30° C angelangt. Ich war also wieder am Rhein, ein beruhigendes Gefühl nach so vielen Km an der Donau.


Blick von den Schwarzwaldhöhen


Relaxen auf dem Camp in Frankreich, gegenüber von Breisach

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20.06.07    Stollhofen    115 Km                                                  5945 Km

5:49             19,61 Km/h

Nachdem es in der Nacht wieder Gewitter und starken Regen gab, kann ich nicht behaupten, das ich den letzten Nächten mal richtig durchgeschlafen habe. Doch dafür gab es heute guten Rückenwind und viel Sonne. Es wurde die letzte Steigung genommen - der Kaiserstuhl. Ab nun war es nur noch flach. Der Camp war saumäßig teuer. Der Betreiber meinte, es sei eben ein "Nobel Camp".

Um 21.00 Uhr fing es an zu regnen. Dann kam gegen 03.00 Uhr ein "tolles" Gewitter dazu, mit noch tollerem Donnerschlägen. Es war mitunter Taghell im Zelt. Der Spuk dauerte bis 05.00 Uhr morgens und an Schlaf war kaum zu denken.

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21.06.07    Worms    161 Km                                                          6106 Km

8:08                 19,95 Km/h

Um 06.30 Uhr regnete es immernoch, also Zeltabau wieder im Regen. Gestärkt durch 2 Snickers ging es los. Und wenn auch der Regen zwischenzeitlich aufgehört hatte, fing er um 09.30 Uhr wieder an und diesmal richtig heftig. Auf dem Rheindamm wurde gearbeitet und es folgte eine Umleitung durch ein Waldgebiet, die zu allem auch noch schlecht ausgeschildert war. Ich traf einen Radfahrer, der mir den richtigen Weg zeigte. In Worms gab es den Camp ja nicht mehr und ich nahm mir eine Hotelunterkunft, die auch schon 2006 genommen hatte. Man erinnerte sich noch an mich und machte mir einen Sonderpreis, statt der 60,00 € zahlte ich "nur"  55,00 €.

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22.06.07    Spay    137 Km                                                               6243 Km

7:21                       18,79 Km/h

Nach dem ich seit längerer Zeit mal wieder gut geschlafen hatte, weil kein Regen auf mein Zelt prasselte. Es schien auch morgens schon wieder die Sonne. Doch im Laufe des Tages sollte sich das ändern. Immerwieder starke Regenschauer mit kurzen Aufheiterungen. Dann wieder eine Umleitung, die ich diesmal ignorierte und das sollte sich rächen. Ich landete irgendwann in cm hohen Schlamm, in dem ich fast stecken geblieben wäre. Zwischen Reifen und Schutzblechen setzte sich der Schlamm fest. Am Anhänger hatte sich noch ein Stein zwischen Schutzblech und Reifen festgesetzt. In der Hoffnung er würde schon irgendwann rausrutschen wenn ich einfach weiter fahre, fuhr ich weiter. Doch es dauerte eine Weile ehe der Stein raus war und bis dahin blockierte das Rad. Erfolg - das Gummi war an der Stelle abgerieben bis auf die Textilstruktur. Ich kam damit noch bis Boppard und konnte mir dort einen neuen Mantel für den Hängerrad kaufen und wechselte diesen sofort gegen den defekten aus. Irgendwie hatte ich auf dieser Tour kein Glück mit den Reifen.

Ich übernachtete in Spay in einem kleinen Hotel "Zur Schottel", in dem Hotel bin ich fast bei allen Rückreisen eingekehrt. Peter, mein Liegeradpartner kam von Brühl aus angereist, um sich mit mir zu treffen und andern Tags mit mir die letzte Etappe nach Haus zu fahren.

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23.06.07    Köln   110 Km                                                                6353 Km

5:31                20,02 Km/h

Nach der gestrigen Feier bei Luigi, hatte ich doch kleine "Kopfprobleme" beim Beginn der letzten Etappe. Es war ja aber die letzte Etappe und flach, ohne Gegenwind. Ich genoss diese Abschlußstrecke richtig. Ich hatte es also nach mehreren gescheiterten Versuchen geschafft, ich war im Balaton schwimmen, ich war im Donaudelta  mit einem Schiff unterwegs und ich habe im Schwarzen Meer geschwommen.


Hier noch ein paar Daten:

Kilometer/Tag über die gesamteStrecke:   122,2 Km

Längste Etappe:  Bran - Ulmeni      169 Km

Kürzeste Etappe: Macin - Tulcea    79 Km

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Ein ganz kurzes Fazit der Reise:

Rumänien ist ganz anders als wie man es immer erzählt bekommt. Ganz netten, hilfsbereiten Menschen bin ich begegnet. Nie hatte ich ein ungutes Gefühl. Nichts wurde mir gestohlen, weder mein Leben noch mein Rad - so wie man mir vorausgesagt hatte. Es waren schöne Landschaften zu sehen, wenn auch mitunter die Anstiege etwas kräftig waren.

Nur eines der vorhergesagten Probleme war wirklich da - es gab reichlich Hundeattacken, die aber nie mit Bissen endeten.

Ich kann Rumänien nur empfehlen.

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